Anfang dieser Woche wurde bekannt, dass der Internetkonzern AOL (America Online) den Blog-Dienst Huffington Post für 315 Mio. US$ übernimmt. Diese Meldung haben wir zum Anlass genommen, das Geschäftsmodell in einer kurzen Präsentation zu erläutern.
Das Geschäftsmodell einer Multisided Plattform
Mit nur 1 Million US$ hat die schillernde Persönlichkeit und Namensgeberin Arianna Huffington den Polit-Blog The Huffington Post im Mai 2005 in’s Leben gerufen. Die Website verbindet Kolumnisten, Blogs und Nachrichten mit moderierten Kommentaren.
Die ca 2.000 Blogger und Kolumnisten schreiben für die Plattform HuffPost honorarfrei im Austausch für dadurch erlangte Aufmerksamkeit (die wichtigste Währung im Internet). Ein Kernteam von Redakteuren trifft die Auswahl und moderiert die Kommentare und sorgt so für eine gleichbleibende Qualität.
Die Leser erhalten eine schnelle und eine nach eigenen Angaben ausgewogene Informationsquelle und goutieren die Website mit aktuell ungefähr 25 Mio. Besuchen im Monat.
Das bringt die Werbewirtschaft auf den Plan, die eine attraktive Werbeplattform vorfindet und im Gegenzug monatlich Anzeigen im Wert von kolportierten (und inoffiziellen) sechs bis zehn Mio. USD$ schalten. Damit soll die Website profitabel sein.
Das Konzept der Huffington Post
Worauf basiert der Erfolg der HuffPost
Nicht zu unterschätzen bei diesem Erfolg ist die Protagonisten und Marke Arianna Huffington. Sie wird beschrieben als eine eher linksliberale Persönlichkeit der High-Society. Durch Ihr Netzwerk und Ihre Überzeugungskraft hat Sie es geschafft, viel Prominenz aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zum Bloggen zu bewegen und kostenlos für die Huffington Post zu schreiben.
So hat sie von Beginn an für viel Furore und Aufmerksamkeit gesorgt und den Stein geschickt ins Rollen gebracht. Heute gehört der Blog in den USA zu den am meisten besuchten Websites.
Frau Huffington setzt ausschließlich auf das Geschäftsmodell der Werbefinanzierung und geht damit einen konträren Weg zu dem Axel Springer Verlag oder dem Medienmogul Rupert Murdoch, der vor einer Woche in den USA mit seiner iPad-Zeitung “The Daily” das Gegenmodell “Paid Content” an den Start brachte.






